Die vier Lebensphasen nach Carl Jung

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Die vier Lebensphasen nach Carl Jung, von denen du nicht wusstest, dass sie existieren!

Das menschliche Leben ist von Natur aus mysteriös. Aber was macht es komplett?

Was sind vor allem die verschiedenen Lebensphasen und wie beeinflussen sie unsere Wahrnehmung der Welt und des menschlichen Lebens im Allgemeinen?

Laut dem bekannten Psychologen Carl Gustav Jung durchlaufen wir in unserem Leben vier Phasen von Wahrnehmungsverschiebungen.

Manchmal bleiben Menschen in der ersten oder zweiten Phase stecken. Einige springen direkt in den vierten Schritt. Während andere immer wieder zu den vorherigen Phasen zurückkehren.

Die Physiologie dieser Phasen ist also nicht genau definiert. Sie überlappen sich ständig und verzweigen sich je nach den Umständen oft hin und her.

Was sind diese vier Phasen??

Jung schlug die folgenden Phasen vor, die letztendlich unsere Wahrnehmung des menschlichen Lebens und die Art des Zwecks, dem es in der Welt dient, verändern. Diese sind:

  • Athleten-Phase
  • Krieger-Phase
  • Aussage-Phase
  • Spirituelle Phase

1) Die Athleten-Phase

Die Athleten-Phase ist der bestimmte Zeitraum, in dem wir uns unserer körperlichen Erscheinung übermäßig bewusst sind.

Es ist der psychologische Zustand, in dem wir nach besseren körperlichen Leistungen streben, wie zum Beispiel nach einem besseren äußeren Erscheinungsbild, Aussehen, Merkmalen usw.

Der Hauptgrund für ein solches Verhalten ist unbekannt, aber es wird angenommen, dass es, wie von Jung selbst vorgeschlagen, die direkten Ergebnisse der signifikanten physiologischen Veränderungen sind, die wir während unserer Teenager- und frühen Jugendjahre durchmachen.

Deshalb tritt diese spezielle Phase im Allgemeinen auf, wenn wir noch keine Erwachsenen sind.

2) Die Krieger-Phase

Dies ist die zweite Phase, die normalerweise auf die Athleten-Phase folgt, aber nicht unbedingt muss. In dieser setzen wir uns professionelle Ziele und erstellen Checklisten für alle Dinge, die getan werden müssen.

Es beginnt in unserer Schulzeit und dauert an, bis wir eine wünschenswerte Position in dem Unternehmen erreichen, in dem wir arbeiten werden. In dieser Phase versucht uns unser Geist, die beste Version von uns selbst in der materiellen Welt zu sein.

Wir sehnen uns nach höheren Rankings, besseren Einrichtungen, sozialem Status, Respekt und mehr Wohlstand als unsere Kollegen.

Grundsätzlich wird in dieser Krieger-Phase jeder materielle Erfolg angestrebt, von dem man träumen kann. Wir kämpfen wie ein Krieger, um etwas Besseres zu werden und uns mit der Zeit besser zu fühlen.

Es ist dieses Streben, das eine Person bis zu ihrem mittleren Alter beschäftigt. Es prägt schließlich unsere körperliche, geistige und soziale Konditionierung und bezeichnet uns so als eine sozial akzeptierte Definition eines erfolgreichen Menschen.

3) Die Aussage-Phase

Und dann kommt der Wendepunkt. Die Aussage-Phase ist vielleicht der Puffer zwischen der Spirituellen Phase und der Krieger-Phase. Man kann es die psychologische Adoleszenz nennen, da es einen allmählichen Übergang von einem weniger reifen Krieger- und Athletenstadium zu einem emotional reiferen spirituellen Stadium darstellt.

Ähnlich wie unsere Jugend katapultiert uns unser Jugendalter in die Jahre des Erwachsenenalters. In dieser Phase erkennen wir die Leere, die darauf wartet, uns zu verfolgen.

Die sich abzeichnende Frage

  • “Was habe ich außer mir erreicht?”
  • “Was habe ich für andere/die Gesellschaft/die Menschheit getan?”,
  • “Bin ich etwas mehr als das, was ich in all den Jahren verdient habe?”

Diese Veränderung der Mentalität geschieht normalerweise, wenn wir anderen gegenüber mitfühlend werden.

Wenn unsere Seele die materiellen Probleme satt hat, beginnt sie über etwas nachzudenken, das über die Welt der kommerziellen Gewinne hinausgeht, und beginnt, altruistisch zu denken. Als Übergangsphase führt es uns schließlich zur nächsten Stufe, d.h zur spirituellen Phase.

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4) Die spirituelle Phase

Die letzte und bedeutendste der vier ist die „spirituelle Phase“. Es ist der Punkt in unserem Leben, an dem wir dazu neigen, alle chronischen irdischen Bestrebungen aufzugeben.

Das Trugbild der Realität zerbricht in dieser Zeit und unser Geist wird in ein ganz neues Genre der Wahrnehmung eingeführt.

In dieser Phase neigen wir dazu zu fragen:

  • “Was ist der Sinn meines Lebens?”
  • “Bin ich wirklich glücklich mit allem, was ich erreicht habe?”,
  • “Bin ich etwas mehr als das, woran ich glauben soll?”
  • “Was ist die wahre Natur des Glücks?”
  • “Wenn die materiellen Gewinne nicht in der Lage waren, die ursprüngliche Hohlheit in meiner Psyche zu füllen, wo kann ich dann Frieden und Zufriedenheit finden?”

Die spirituelle Phase lässt uns erkennen, dass am Ende nichts zählt. Rasse, Geschlecht, Klasse, Geld, Status, Macht usw. laufen auf flüchtige Epiphanien des Flachen hinaus. Keiner von ihnen hat einen inneren Wert oder Sinn, um dem Leben einen Zweck zu geben, nach dem es streben kann, geschweige denn Zufriedenheit zu verleihen.

Sie alle sind Brennstoffe für das große Feuer der Unzufriedenheit und des Elends. An diesem Punkt in unserem Leben erkennen wir die Eitelkeit der materiellen Welt und warum wir zu den weisen Worten der Alten aufschauen sollten, um den latenten Zweck der Menschheit zu verwirklichen.

Fazit

Du siehst also, wie diese vier grundlegenden Phasen die Art und Weise beeinflussen, wie wir das Leben und die Menschheit im Allgemeinen betrachten.

Obwohl sie nach einer festen Chronologie angeordnet sind, wäre es dumm, sie als diskrete und chronologische Abfolge von Ereignissen anzunehmen, die lineal ablaufen. Sie sind zufällig, genau wie das Leben selbst. Sogar ein Schüler kann in einem so frühen Alter tiefe spirituelle Erfahrungen machen.

Es ist definitiv möglich und ist schon in der Vergangenheit passiert. Aber es ist die Überlappung und Zufälligkeit dieser Lebensphasen, die das Leben weitaus interessanter macht, nicht wahr?

Was denkst du?

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